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Wasservogel-Exkursion
Klingnauer Stausee
Sonntag, 6. Januar 2001
Durch
die Stauung der Aare vor ihrer Mündung in den Rhein im
Jahre 1895 wurde dem einst gefürch-teten Fluss die Kraft
und Wildheit genommen. Der Klingnauer Stausee ist heute ein
rund drei Kilome-ter langer künstlicher See, der sich
mitunter durch seine fortlaufende Verschlammung zu einem Zugvogelparadies
entwickelt hat. Der Stausee ist für viele Wat- und Wasservögel
ein Überwinterungs- und Durchzugsgebiet von internationaler
Bedeutung.
Dem Zug entstiegen in Koblenz 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
der Vereine IGLU-Volketswil, Naturschutzverein Dübendorf
und der GNVU. Sie alle wollten sich die Freude trotz Dauerregen
und kaltem Klima nicht nehmen lassen und machten sich auf
den Weg. Es gelangen denn auch eindrück-liche Beobachtungen,
und Arten wie Eisvogel, Spiessente, Kiebitz und Brachvogel
zeigten sich mit 40 weiteren Vogelarten. Alle Teilnehmerinnen
und Teilnehmer begrüssten im Anschluss an die Wanderung
den Restaurantbesuch und wurden mit warmen Getränken
und nahrhaften Speisen für das lange Ausharren im Freien
belohnt.
(Bericht: Daniel Hardegger)
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Besichtigung
der Bio-Bäckerei Sundaram
Montag, 12. Januar 2001
Mit
der Besichtigung von Betrieben, die nach den Richtlinien der
Biosuisse (Knospe) produzieren, machen wir regionale Produkte
und ihre umweltschonende Herstellung bekannter. Am Montag,
12. Januar, warteten etwa 50 Personen auf die Betriebsbesichtigung
vor dem Eingang der Bäckerei. Die MitarbeiterInnen der
Backstube und wir Veranstalter wurden vom grossen Interesse
überrascht. Die BesucherInnen erfuhren die Besonderheiten
der Bio-Bäckerei, wie Produktion des Bio-Getreides oder
Mahlen in den Sundaram eigenen Mühlen. Als Höhepunkt
kneteten, formten und backten alle ihr eigenes Emmerbrot,
das sie zu Hause geniessen konnten.
(Bericht:
André Minet)
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Wohngemeinschaft
oder Einzelzimmer
Freitag, 7. September 2001
Die Fledermausexkursion, welche der Zürcher Vogelschutz
in sein Jahresprogramm unter dem Titel „Wohngemeinschaft
oder Einzelzimmer“ aufgenommen hatte, lockte an diesem
lauen Sommerabend über 60 Interessierte aus dem ganzen
Kanton Zürich nach Niederuster. Fledermäuse scheinen
zu faszinieren, denn ihre Lebensweise bleibt uns – entgegen
derjenigen von Vögeln – weitgehend verborgen. Dies
sollte sich für die Anwesenden im Verlauf des Ausfluges
noch ändern.
Was Fledermäuse so einzigartig erschienen lässt,
ist, dass sie Dinge tun, die andere Säugetiere nicht
zu tun vermögen. So machen sie durch ihr Echoortungssystem
die Nacht zum Tag und vollbringen akrobatische Flugmanöver,
die sogar von Kolibris zu beneiden sind. Die begabten Jägerinnen
der Nacht vermochten dies schon vor mehr als 50 Millionen
Jahren und haben sich hierdurch eine für andere Arten
unantastbare Nahrungsnische geschaffen. Ihre Spezialisierung
bezahlen sie aber mit einem hohen Preis. Am Tag müssen
die wendigen, hierdurch aber langsamen Flattertiere im Verbor-genen
hausen, um sich vor Feinden zu verstecken. Ihre Flugfähigkeit
zwingt sie auch zu einem bis zur Perfektion entwickelten,
sparsamen Energiehaushalt. Fliegen kostet viel Energie –
nicht nur bei den Fledermäusen – und somit verbringen
die Tiere ihre lange Ruhephase in einer Art körperlicher
Lethargie. Ihre verborgenen Unterschlüpfe sind für
uns Menschen kaum auffindbar, obwohl die Fledermäuse
mitten unter uns leben. Im Verlauf des Abends kamen die Nachtschwärmer
jedoch aus ihren Verstecken und vollführten ihre Jagdflüge
vor versammelter Schar. „Was, das sind Abendsegler und
keine Vögel?“ War eine der ersten Reaktionen. Meist
genügt ein Hinweis oder ein kurzer Tipp, um uns die Augen
für Dinge zu öffnen, die sich eigentlich dauernd
vor unserer Nase abspielen. So erblickten Gross und Klein
an diesem idealen Beobachtungsabend einige Abendsegler, Zwergfleder-mäuse
und Wasserfledermäuse. Für Hobbyornithologen war
die Krönung dieses Abends die ausser-gewöhnliche
Beobachtung eines Nachtreihers aus nächster Nähe.
(Bericht: Daniel Hardegger)
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Wintergäste
am Greifensee
Samstag, 2. Dezember 2001
Dem traditionellen Dezemberausflug entlang dem Greifensee
folgten auch dieses Jahr ein Grüppchen interessierter
Vogelfreunde. Man kann sich zuweilen fragen, ob denn am Greifensee
nicht schon alles hundertmal erblickt wurde und man sich anderen
Gebieten zuwenden sollte. Das mag für die einen zutreffen,
langjährige Beobachter der Vogelwelt am Greifensee zieht
das schöne Gewässer jedoch immer wieder von neuem
an, denn kein Tag ist wie der andere und Spannendes gibt es
allemal. Der See ist eine kleine Perle für Wintergäste,
so halten sich am und auf dem Greifensee rund 30 Wasser-vogelarten
auf, welche zeitweilig eine Zahl von 5’000 Tieren erreichen.
Fündig wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
Winterexkursion auch an diesem Tag. Mit über 40 gesichteten
Arten (wie Eisvogel, Habicht, Sperber, Gänsesäger,
Löffelente etc.) und schönen Einblicken in das Leben
vieler gefiederter Gäste aus dem hohen Norden, zog es
die Teilnehmenden nach rund zwei Stunden wieder nach Hause
in die wohlig warme Stube.
(Bericht: Daniel Hardegger)
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Den
Eisvogel gleich dreimal gesehen
Zu den Zugvogeltagen vom 6. und 7. Oktober
2001 wurden am Greifensee Vogelbeobachtungen durchgeführt
Welch ein Gegensatz: Am Samstag war es der Schweiss, der in
den Augen brannte, am Sonntag das Regenwasser, das in Strömen
über die optischen Gerätschaften rann und den Vogelkundlern
die Sicht behinderte. Sowohl der drückende Föhn
am Samstag als auch der Dauerregen vom Sonntag waren nicht
gerade die idealen Wetterverhältnisse für die Zugvogelbeobachtung
am Greifensee. Stattgefunden hat dennoch beides, der Zug der
Vögel in Richtung Süden wie auch der diesjährige
internationale Zugvogelbeobachtungstag vom Wochenende.
Am Samstag waren es im Schwerzenbacherriet Ernst Kistler und
Günther Gelpke von der IGLU-Volketswil (Interessengemeinschaft
Landschaft und Umwelt) und Hans-Ueli Dössegger von der
AWS (Arbeitsgemeinschaft Wohnliches Schwerzenbach), welche
für die Erkennung und Registrierung der Vögel sowie
für das Erklären des Geschehens zur Verfügung
standen. Während dank schönstem Wetter und daher
zahlreichem Publikum auf der Aussichtskanzel am Schwerzenbacher
Ufer ein reger Betrieb herrschte, waren die Bewegungen in
der Luft eher flau. Der Himmel kann für den Vogelzug
und vor allem für die Beobachtung desselben eben auch
zu blau sein.
Am Sonntag lichteten sich die Wolken erst nach 15 Uhr. Die
Zahl der Besucher und der Zugvögel nahm zu, Letztere
naturgemäss in grösserem Masse. Beim ersten Silberstreifen
im Westen ging es los: Ringeltauben, in beeindruckenden Schwärmen
von 100 bis 500 Individuen, tauchten im Osten am Himmel auf
und zogen in Richtung Westen, wo sie hinter dem Pfannenstiel
verschwanden. 1500 Ringeltauben konnten insgesamt notiert
werden. Plötzlich waren auch Trupps von Buchfinken, Erlenzeisigen
und andere Arten in der Luft. Zum Teil konnten die Trupps
von Kleinvögeln vor dem immer noch grauen Himmel auch
nicht genauer bestimmt werden. Eine einsame Trauerseeschwalbe
im Jugendkleid, das heisst geboren in diesem Jahr, flog während
der ganzen Beobachtungszeit über der Riedikerbucht. Dieses
Exemplar wurde seit Tagen am Greifensee beobachtet. Das bedeutet,
dass dieser elegante Vogel einen mehrtägigen Halt auf
seiner Reise von Osteuropa in die Mittelmeerregion bei uns
eingelegt hat.
Die Anzahl beobachteter Arten und Individuen wurden von den
Beobachtungsposten jeweils am Abend an die nationalen Koordinationsstellen,
in der Schweiz an den Schweizer Vogelschutz, gemeldet. Hier
wurden die Daten gesammelt und an BirdLife international weitergemeldet.
(Bericht Hans-Ueli Dössegger, Volketswil; erschienen
im Anzeiger von Uster)
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