Aktuell

Januar 2004

Wasservögel
Klingnauer Stausee, Samstag, 10. Januar 2004
Text und Fotos: Stefan Kohl

Am Morgen des 2. Samstag im neuen Jahr 2004 versammelte sich ein kleines Grüppchen von 6 Per­sonen am Bahnhof Uster um gemeinsam mit der SBB nach Koblenz zu pilgern. Unterwegs gesellten sich in Nänikon-Greifensee und in Schwerzenbach weitere 9 Personen dazu. Überraschenderweise war das Wetter trocken und die Sonne drückte immer wieder einmal durch die fast geschlossene Wolkendecke. Teilweise erlebten wir sogar prächtig blauen Himmel. Kaum angekom­men, konnten wir bereits erste Win­tergäste am Him­mel ent­decken: Kormorane flogen in geringer Höhe über die Aare, die hier in Koblenz in den Rhein mündet.

Besammlung am Bahnhof Koblenz

 

Inhaltsverzeichnis

1. Biberspuren und Eisvogel
 
2. Herrliche Beobachtungen
 
3. Seltene Gäste
 
4. Gemütliches
 
5. Neuer Beobachtungsturm
 
6. Getarnter Schilfbewohner
   

7.

Beobachtete Vogelarten, total 55 Arten

 

1. Biberspuren und Eisvogel

Als wir durch den reich strukturierten Auenwald zum Fluss wanderten, begleiteten uns Gar­tenbaum­läufer, Kohl- und Blaumeisen. Auch Amseln, Kleiber sowie einzelne Buchfinken konnten erkannt wer­den. An der Aare angekommen, sahen wir auf der gegenüberliegenden Uferseite Frass-Spuren an Weiden, die klar durch Bieber verursacht wurden. Ein dicker Stamm war sogar umgefallen – nicht weit daneben entdeckte eine Teilnehmerin plötzlich einen sitzenden Eisvogel. Natürlich lugten alle gespannt auf diesen Vogel, ist es doch einer der farbenprächtigsten Individuen, die bei uns vorkommt.

Erklärungen werden interessiert aufgenommen
Eisvogel im Visier

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

2. Herrliche Beobachtungen

Nach diesem ersten Höhepunkt fanden wir uns auf dem Stauwehr des Klingnauer-Stausees ein. Hier wird die Wasserkraft der Aare über grosse Turbinen in elektrische Energie umge­wandelt. Durch die­ses Stauwehr ist ein grossartiges Wasservogel-Paradies entstanden in­dem das Geschiebe der Aare aufgestaut wurde und weitläufige, seichte Wasserstellen ent­standen sind. Hier können Enten und Watvögel bestens nach Nahrung suchen. So hatten wir bei besterm Licht Gelegenheit, Krickenten, Spiessenten und Schnatterenten zu beo­bachten. Natürlich waren auch viele Tafel- und Reiherenten anwesend. Nur ab und zu flogen einzelne Gänsesäger vorüber. Auf halbem Weg hörten wir plötzlich den schrillen Ruf eines weiteren Eisvogels! Im parallel zum See verlaufenden Grabenbächlein sass er ganz in der Nähe von uns. Und tatsächlich hatte er einen kleinen Fisch im Schnabel, den er mehr­mals hintereinander auf den Ast auf dem es sass, herunterschleuderte. Kurz danach ver­schwand das Fischchen im Rachen des kleinen Vogels. Zum Glück wiederholte sich dieses Schauspiel erneut zweimal, so dass auch wirklich alle Exkur­si­onsteilnehmenden dieses ein­drückliche Schauspiel mitverfolgen konnten.

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

3. Seltene Gäste

Verwundert sahen wir auf einmal zwei Weisswangengänse sehr nahe bei uns über den Spa­zierweg watscheln und in dem nahelie­genden Feld nach Nahrung suchen. Es war über­haupt nicht klar, ob es sich hier um Wildvögel handelt, oder ob wir es mit Gefangen­schafts­flüchtlingen zu tun hatten. Da aber auf dem Wasser weitere zwei Vögel dieser wunderschö­nen Gänseart schwammen, die an­schliessen gemeinsam mit den beiden Erstgesichteten davonflogen und keiner der Vögel einen Ring trug, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Wildtiere gehandelt hat.

seltener Gast: Weisswangengans

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

4. Gemütliches Beisammensein

Jetzt waren wir reif für einen wär­menden Restaurant­besuch. Da bot sich das nahegelegene „Casa Mos­quito“ geradezu an. In gemütli­cher Athmosphäre genossen wir eine warme Mahlzeit. Die Haussper­linge in der Reithalle, die direkt am Re­staurant angeschlossen ist, sorgten für durchgehende Vogel-Beobach­tungs­möglichkeiten.

gemütliches Beisammensein

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

5. Neuer Beobachtungsturm

Frisch gestärkt erklommen wir den neu errichteten Beobachtungsturm. Ein wahres Meister­stück an Bau­leistung. die solide Konstruktion er­möglicht ein nahezu erschütte­rungs­freies Beobachten. Die Höhe des Turmes ist überwältigend. Dem Be­obachter wird ein toller Blick über die grandiose Landschaft er­möglicht.

auf dem neuen Beobachtungsturm

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

6. Getarnter Schilfbewohner

Zuguterletzt war es uns vergönnt, einen sehr gut getranten schilfbewoh­ner, die Grosse Rohrdommel gleich zweimal aus nächster Nähe zu beobachten.

 

Eine ereignisreiche Exkursion mit vielen interssanten Beobachtungen kam mit einer kurzwei­ligen Bahnfahrt zurück ins Glattal zum Ende. Als wir aus­stiegen war es bereits dunkel.

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang

7. Beobachtete Vögel, total 55 Arten

Amsel
Bachstelze
Bekassine
Bergstelze
Blässhuhn
Blaumeise
Brandgans
Buchfink
Buntspecht
Distelfink
Eichelhäher

Eisvogel
Elster
Erlenzeisig
Feldsperling
Gänsesäger
Gartenbaumläufer
Graugans
Graureiher
Grünfink
Habicht
Haubentaucher

Haussperling
Höckerschwan
Kernbeisser
Kiebitz
Kleiber
Kohlmeise
Kormoran
Krickente
Lachmöwe
Löffelente
Mäusebussard

Pfeifente
Rabenkrähe
Reiherente
Rohrammer
Rohrdommel
Rostgans
Rotkehlchen
Schellente
Schnatterente
Schwanzmeise
Silberreiher

Sperber
Spiessente
Stockente
Sturmmöwe
Sumpfmeise
Tafelente
Teichhuhn
Weisskopfmöwe
Weisswangengans
Zaunkönig
Zwergtaucher

zum Inhaltsverzeichnis  Seitenanfang