Was
fliegt denn da? – Besucher
aus Afrika
Immer
wieder konnten in diesem Sommer in der Abenddämmerung riesige Flatterer
an den Blüten von Nachtkerzen, Zier-Tabak und Seifenkraut, etc. beobachtet
werden. Handelt
es sich hier um Fledermäuse?
Nein, bei uns kommen nur insektenfressende Arten vor.
Sind es vielleicht Kolibris?
Auch nicht, diese kleinen, nektarsaugenden Vögel gibt es bei uns
nicht.
Also muss es wohl ein Insekt sein?
Jawohl, es ist einer der grössten Nachtfalter, der bei uns auftauchen
kann:
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| Inhaltsverzeichnis
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1.
Verbreitung

Foto:
Heinz Friesch, Tübingen (D) |

Foto:
Peter Vogler, Pfronten (Allgäu; D) |
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Was
fliegt denn da?
Es ist der Windenschwärmer (Agrius
convolvuli)
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Verbreitungskarte
von Alexander Beiter (Tübingen, D)
Weitere Infos: http://www.heimische-schmetterlinge.de |
Der Windenschwärmer lebt hauptsächlich in den Tropen
und Subtropen der alten Welt und kommt regelmässig auch
in Europa bis an den Südrand der Alpen vor. In jährlich
wechselnder Häufigkeit fliegt er sogar über die
Alpen bis nach Nordeuropa. Dies ist in diesem besonders warmen
Jahr in sehr grosser Individuenzahl erfolgt.
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2.
Eier, die nächste Generation
Die
Weibchen der eingewanderten Windenschwärmer legen bis
zu 1200 Eier einzeln, meist an die Blattunterseite von der
bei Gartenfreunden besonders beliebten Zaunwinde ab. Auch
die Ackerwinde wird gerne als Nahrungspflanze angenommen.
Die fast kugelrunden Eier sind im Durchmesser nur 1,2mm
gross. Direkt nach der Ablage weisen sie eine leuchtend-blaugrüne,
später dann eine matt-gelbgrüne Färbung auf.
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Foto:
Stefan Kohl (Uster) |
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3.
Raupen, fressen was das Zeug hält
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4. Verpuppung,
aus einem 10 cm «Wurm» wird ein faszinierender
Falter
Steht
die Verpuppung an, werden die eher trägen Gesellen plötzlich
zu erkundungslustigen Wanderern und sind manchmal lange unterwegs,
bis sie einen geeigneten Platz vorfinden. Dort graben sie
sich bis zu 30cm tief in die Erde ein und bauen eine Erdhöhle
in der sie sich verpuppen. Die freistehende Rüsselscheide,
die an den Griff eines Spazierstocks erinnert, ist ein unverwechselbares
Kennzeichen der Puppen.
Wenn es die Temperaturen zulassen, schlüpfen aus den
Puppen im Spätsommer oder Herbst neue Falter. Wenn sie
dies nicht mehr schaffen, versuchen sie zu überwintern.
Obwohl sie ausgesprochen frostempfindlich sind, kommt es immer
wieder vor, dass es einige Puppen überleben und wir die
neu geschlüpften Windenschwärmer schon im März
bewundern dürfen |

Foto:
Stefan Kohl (Uster) |
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5. Und
was passiert tagsüber? – Siesta
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Am
Tag sind sie allerdings nur äusserst schwer zu entdecken,
da sie gut getarnt an Baumstämmen, an Hauswänden
oder Mauern den Tag verschlafen. |

Foto:
Stefan Kohl (Uster) |
| Nur
wenn sie sich gestört fühlen, öffnen sie urplötzlich
die Flügel und eine schaurig schöne Maske erscheint.
Dieses Verhalten hat schon manchen Feind erschreckt und dem
Falter selbst das Leben gerettet. |

Foto:
Stefan Kohl (Uster) |
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6.
Weitere Links zum Thema «Windenschwärmer»
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